Orga“streik“

Diese Mail von mir ging heute über die Mailingliste der Fraktion:

Zunächst aber der Bezug:

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Hallo,

ich weiß ehrlich nicht, ob ich die richtigen Worte finde jetzt. Ich bin wütend und traurig.

Da haben einige unter uns mit informellen Netzwerken für eine gar furchtbare Stellungnahme des Landesverbandes gesorgt, die nicht nur schlecht formuliert ist (zum Beispiel bezüglich Mehrheitsentscheidungen) und mindestens als geschichtlich unsensibel gesehen werden kann und vor allem komplett unsolidarisch ist gegenüber den Frauen, die gerade massiv bedroht werden. Da wird über die FDGO gesprochen (ohne, dass es auch nur irgendeinen Verstoß dagegen gegeben hat).

Das war schon nicht sehr hilfreich. Ich habe letztens schon mal vorsichtig versucht, über Machtstrukturen zu schreiben. Leider scheint es diesbezüglich keinerlei Erkenntnis zu geben bei einigen. Da wird nun also mit Mitarbeitern von uns und mit MdLs vermutlich in guter Absicht die IT als Erpressung verwendet. Ist mir im Grunde egal, weil Texte von mir nur noch außerhalb von Piratenstrukturen liegen, aber die Sache dahinter ist es nicht. Es ist eben gewalttätig und aus einer Machtposition heraus. Und das missfällt mir. Ebenso wird der Twitteraccount verwendet.

Ich habe kein Vertrauen mehr in Menschen, die so handeln. Derart unsolidarisch und gewalttätig. Meinung durchdrücken wollen auf so eine Art hat vielleicht nur alles schlimmer gemacht, weil eben da auch Kernthemen beschädigt werden.

Ich weiß komplett nicht, wie ich damit für mich umgehen soll. Aus der Partei austreten und in der Fraktion bleiben? Aber wie soll ich so ohne Vertrauen mit Menschen zusammenarbeiten, die so gegeneinander handeln? Ich habe keine Ahnung aktuell.

Zur Klausurtagung werde ich nicht da sein. Dienstag habe ich einen Termin. Mittwoch gucke ich mal. Meine Stimmung spricht aber sehr dagegen. Ich kann das so nicht mit diesem Umgang. Es macht Menschen kaputt. Mich auch.

Ich schreibe derweil weiter an einem mir wichtigen Antrag. (Formulierung hier aus Gründen leicht verändert abweichend von der Ursprungsmail.) Der ist auch extern schon rausgegangen an ausgewählte Menschen.

Aber ansonsten ist in der Diskussion einfach bei mir sehr viel kaputtgegangen. Infrastruktur als Machtmittel missbrauchen. Geht gar nicht.
Menschen Solidarität verweigern, die mit dem Tode bedroht werden. Geht gar nicht.

Und dabei von Gewaltfreiheit reden. Merkt ihr das nicht?

Kann ich so nicht. Will ich so nicht.

Birgit

39 Gedanken zu „Orga“streik“

  1. Scottix

    Hallo,

    ich findes es gut, dass die vielen ehrenamtlichen Piraten, denen da oben (MdL, MdA, BuVo, LaVo) zeigen, dass sie auch noch da sind. Schade nur, dass nun zu einer Rhetorik gegriffen wird, welche an die Bosse erinnert.
    Solidarität mit den fleissigen Arbeiter/innen!

  2. Llarian

    Birgit, es wurden auf beiden Seiten Menschen mit dem Tod bedroht. Es wurden von Seiten der Unterstützer von Anne Helm Menschen aufs übelste diffamiert, beschimpft, und beleidigt.

    Du sprichst von „informellen Netzwerken“ – der LaVor hat öffentlich um Meinungen gebeten. Da kann man nicht Hinterzimmerpolitik unterstellen, wie du das hier versuchst.

    Die IT hat die Notbremse gezogen und eine Stunde mal abgeschaltet, damit Piraten wieder MITeinander reden statt ÜBEReinander und GEGENeinander. Bedenke bitte mal, daß gerade die Piraten, die Orga, Verwaltung und IT machen, oft genug freiwillig darauf verzichten, an Abstimmungen teilzunehmen – weil das der Preis dafür ist, wenn man im Hintergrund werkelt. Sie können nicht teilnehmen, weil sie gar nicht im Saal sind. Sie kriegen die Debatten nicht mit, weil sie vor der Tür sitzen und Brötchen verkaufen, akkreditieren, die Technik am Laufen halten, Piraten mit Fragen weiterhelfen, Kinder betreuen. Eine Wahlurne kriegen sie den ganzen Parteitag nicht mal zu sehen. Sie opfern eine Menge, um anderen Piraten zu helfen und sie zu unterstützen – und dafür werden auch sie beschimpft, beleidigt, bedroht. Sie müssen sich darauf verlassen, daß die Piraten, die sie durch ihre Arbeit unterstützen, auch sie vertreten. Und das war leider viel zu lange nicht mehr der Fall.

      1. Michele Marsching

        Das ist also die einfache Antwort? Da werden Themen vermischt und deshalb ist das doof? Jeder wehrt sich mit seinen Mitteln. Du mit Deiner Aufmerksamkeit als MdL, andere durch Klick auf den Killswitch.

  3. amsel

    Ich find es auch gewaltsam, wenn ich auf Grund einiger weniger Prominenter Piraten (Mann Frau, Eichhörnchen scheißegal) am Infostand, in meinem Netzwerk außerhalb der Piraten erklären muss, dass es Einzelaktionen sind, dass es nicht die Parteimeinung ist.
    Diese Arbeit müssten jene tun, die meinen Sie müssten ihre Radikalität (gegen die ich nichts habe) mit Fotoserie versehen in die Presse bugsieren.
    Ich als Basispirat lasse mich von Gewählten nämlich auch nicht erpressen. Dann schon lieber von Leuten die Arbeiten endlich mal innezuhalten, saß Hirn einzuschalten und darüber nachzudenken, wer hier eigentlich was auslöst und wer hier eigentlich was hätte wissen können.
    Dieses LV Statement ist schlecht… Aber es ist eines! Und an Worten jetzt Fehler zu suchen… Nein Danke.

  4. Micha

    Mit verlaub du schreibst grad Blödsinn.

    Seit Jahren wurde gewarnt, das etwas in der Partei nicht mehr in Ordnung ist. Es waren aber zum großen Teil die leisen, unauffälligen, die Leute im Hintergrund die gewarnt haben. Diese wurde, wenn sie denn überhaupt wahr genommen wurden, ignoriert oder mit irgendeinem billigen Argument abgespeist. „Einzelmeinung“, „Mehrheitsmeinung“, „spricht nicht für die Partei“, „ist doch nur ein Troll“, „Ne Partei muss sowas abkönnen“, „ihr seid zu blöd für nen GO-Antrag“ waren solche Argumente. Die Folge davon war ein aussitzen, Konsequenzen wurden fast nie gezogen. Welcher Schaden damit angerichtete wurde, wollte niemand sehen.
    Mit dem #bombergate bzw. dem Umgang damit war für mich und viele andere das Maß voll. Hier wurde ein Punkt erreicht an dem es nur noch 2 Alternativen gab. Austritt oder ein angemessenes Zeichen setzen.
    Da gibt es eine Gruppe von Piraten, die die Hoffnung auf Besserung noch nicht aufgegeben haben, und die sagen STOPP, hört auf mit dem Scheiß und besinnt euch auf darauf was es heißt Pirat zu sein. Sie haben dazu das einzige Mittel genommen was geeignet ist ihre Meinung so kund zu tun, das JEDER mit bekommen wie sehr gerade die Kacke am dampfen ist. Sie setzen ein Zeichen! Ein das jeder, der noch irgendwie aktiv in der Partei ist, mitbekommt. Das war richtig!
    Denn die Alternative wäre gewesen still und leise auszutreten, wie es schon so unglaublich viele gute Leute getan haben.

    Ich hoffe inständig das ich die Diskussion, warum es so weit kommen konnte und wie jetzt weiter nur verpasst habe. Die Reaktionen die ich mitbekommen haben waren in den Kategorien „Superaktion“, „das ist Erpressung“, „#mimimi ich kann nicht arbeiten“ bzw. „OK, dann halt andere Infrastruktur“. Wenn das das einzige ist was auf den #orgastreik folgt, dann ist nach dem nächsten #gate nichmal mehr jemand da der das Licht aus macht.

    1. Birgit Rydlewski Artikelautor

      Ungeschickter Einstieg von Dir. Ich empfinde es so, dass dort eben nicht die leisen Leute auftreten, sondern dass genau die, die die Stellungnahmen verursacht haben und weiterhin auch sonst teilweise sehr laut auf Mailinglisten oder Twitter aktiv waren in dieser Angelegenheit nun den Zugang zur IT benutzen, um ihren Forderungen mehr Nachdruck zu verleihen.

      1. Micha

        Ungeschickter Einstieg? OK, mag sein, es wurde aber zulange bei Missständen geschwiegen und der Ärger geschluckt. Das ich da jetzt mit deutlicherern Worten sage, als ich es sonst tun würde ist meine Form des Protest.
        Du schreibst das es die Lauten sind die jetzt die IT abgeschalten haben und Stellungnahmen schreiben, weil du glaubst das das #bombergate die Partei kaputt gemacht hat. Sorry das noch mal sagen zu müssen, die Partei ist schon seit Jahren kaputt. Das ist nur der letzte Aufschrei von denen die solange geschwiegen haben.
        Sich in die rechte Ecke stellen zu lassen, weil man die Aktion Blankziehen und sich für 10000e Tote bedanken nicht gut findet, war halt für sehr, sehr viele Piraten zuviel. Jeder hat darauf in seiner Weise reagiert, die einen treten aus, die anderen schreiben Stellungnahmen und die dritten drücken auf Notaus.

        Mit einem gebe ich dir allerdings Recht, die Stellungnahme von NRW ist suboptimal, die von RLP ist da besser.

  5. HamburgFrank

    Hallo Birgit,
    Du schreibst kein Wort darüber, dass mit der Aktion ein Verhöhnung von Kriegsopfern stattgefunden hat. Ich empfinde das als Auslassung des Wesentlichsten. Du scheinst überhaupt nicht zu sehen dass diese Aktion unsere Werte mit Füssen tritt. Natürlich sind die Angriffe auf Anne schlimm und benötigen unsere Solidarität als Mensch. Aus diesem Teufelskreis kommt man nur heraus wenn man sich zurücknimmt. Aufgeben ist keine Schande, neue Türen werden sich öffnen. Das gilt für Dich, für mich, für die Piratenpartei und für alle anderen auch.

    1. Birgit Rydlewski Artikelautor

      Du siehst die Aktion nicht im Kontext der teilweise unsäglichen Dresdener Gedenkkultur. Habt ihr mit den Dresdener Piraten gesprochen?

      Teilweise wird da in der Partei ein gefährlicher Geschichtsrevisionismus betrieben, von dem ich mir nicht vorstellen konnte, dass das so überhaupt nochmal wiederkommt. Ich bin diesbezüglich teilweise echt fassungslos.

      Und man wird noch angegriffen, wenn man dann bemerkt, dass das mindestens unsensibel, mitunter aber auch schon sehr rechte Rhetorik ist („Massenmord“).

  6. Benjamin Schwenk

    So, liebe Birgit, ich war jahrelang still, aber jetzt melde ich mich: dein Post lässt mich nur noch laut auflachen. *DU* forderst Solidarität ein? Ernsthaft?

    Mit wem denn? Solidarität mit Leuten, die ihrerseits zu keinerlei Kompromissen bereit sind? Die sich niemals in ihrem ganzen Leben mit Extrempositionen zugunsten der Partei und des innerparteilichen Friedens zurückgenommen haben? Solidarität mit Leuten, für die man ein Masku-Schwein ist, wenn man einen Antrag nicht durchgendert? Solidarität mit Leuten, die die LV’s Bayern, Hessen u.a. mit grenzwertigsten Nazivergleichen überziehen, wegen ihrer letzten Stellungnahmen?

    Oder gar Solidarität mit Leuten wie dir? Und *DU* wagst es, von Gewaltfreiheit zu reden?! Wow! Wo war denn deine Solidarität, wo war deine Gewaltfreiheit, als in Duisburg Anwohner der Roma-Häuser von Linksautonomen mit Reizgas und Eisenstangen zusammengeprügelt wurden?[1] Ach ja, ich erinnere mich: laut einem Blogbeitrag [2] von dir waren das Erfindungen der Polizei und der bürgerlichen Presse – okay, du warst nicht dabei, zitierst aber einen „Freund“, der da im Gegensatz zu den Betroffenen vollkommen objektiv war. Natürlich. Oder anders gesagt, du hast es dir in einer schwierigen Situation mal wieder einfach gemacht, und alle anderen sind eh Nazis.

    Ich bin politisch sozialliberal und war bisher persönlich geduldig und kompromissbereit. Damit ist es vorbei, und deine „Damsel in Distress“-Nummer kannst du dir sparen, meine Gute.

    http://rebellmarkt.blogger.de/stories/2377427/

    Don Alphonso hat vollkommen recht: keinen Fußbreit euren Machenschaften. Es gibt keine andere Wahl: ihr oder wir. Vermutlich wir, aber das ist okay. Die Fragen, derenthalben sich die Piraten gegründet haben sind geblieben. Wir werden gehen, und uns das nächste Projekt nicht von Linksradikalen und Genderfanatikern unterwandern lassen. Und auch nicht von Otlas und Zuses. Es gibt da draußen nämlich mehr als schwarz und weiß, aber das zu begreifen kann man von einer Landtagsabgeordneten wohl nicht verlangen. 🙁

    Grüße,
    Benjamin Schwenk
    Ex-Gründungsschatzmeister des KV Köln 2009/2010
    Flames, Morddrohungen und Nazibeshimpfungen bitte alle an benjaminschwenk@yahoo.de

    [1] http://www.rp-online.de/nrw/staedte/duisburg/ob-link-es-ist-unertraeglich-aid-1.3627111
    [2] https://birgit-rydlewski.de/2013/08/24/in-den-peschen-duisburg-letzte-nacht/

    1. Birgit Rydlewski Artikelautor

      Mittlerweile ist doch geklärt, dass die Behauptungen bezüglich der angeblichen Überfälle durch Menschen aus dem antifaschistischen Umfeld nicht stattgefunden haben oder nicht? Zumindest sind mir nur Fälle bekannt, bei denen es keine Anklage gegeben hat. Auch die Fotos von der Polizei zeigten das doch.

      Du konstruierst auch an anderen Stellen was oder wo habe ich da wen Nazi genannt? Das Strafverfahren gegen denjenigen, der drohte, das Haus anzuzünden, ist lt. meiner Anfrage an die Landesregierung noch nicht abgeschlossen. Wie nennst Du Leute, die sowas wollen?

      1. Benjamin Schwenk

        Ich versuche das mit dem Kommentar nochmal, anscheinend war die Seite down:

        # Mittlerweile ist doch geklärt, dass die Behauptungen
        # bezüglich der angeblichen Überfälle durch Menschen
        # aus dem antifaschistischen Umfeld nicht stattgefunden
        # haben oder nicht?

        Nichts ist geklärt. „Keine Anzeigen“ heißt noch lange nicht „Keine Überfälle“. Es gibt vor Ort ja den Rolf Karling, der sich um Vermittlung und Hilfe sowohl für die Roma, als auch die Anwohner bemüht. Der Mann ist erster Vorsitzender des Vereins „Bürger für Bürger“. Manchmal extrem in seiner Art (hat z.B. den damaligen OB Sauerland mit Ketchup bespritzt), aber engagiert. Der hat als Augenzeuge von diesen Überfällen berichtet. Wenn es diese Überfälle nicht gab, dann hat er also glasklar gelogen. Oder deine Informationen stimmen eben nicht.

        Also Birgit, hat Rolf Karling gelogen? Ja? Oder doch nicht? Willst du es mit ihm klären? Kannst du jederzeit machen! Unter http://www.bfb-du.de/page/vorstand_21_de.html findest du seine Kontaktdaten. Über einen Monat nach dem Überfall, beim zweiten Treffen der Bürger am 27.9. hatte er seine Aussage jedenfalls nicht geändert. Davon gibt es übrigens Audiomitschnitte. Tja. Und nun, Birgit?

        Zu den Nazis: gegen die Rechtsradikalen bin ich genauso wie du, aber darum geht es hier nicht. Sondern darum, dass in dieser Partei jeder mit einer leicht abweichenden Meinung blitzschnell in die Nähe von Faschisten gerückt wird. Ein aktuelles Beispiel hier, die Pirantifa:

        „Wegen geduldetem Geschichtsrevisionismus & mangelnder Solidarität zu
        antifaschistisch engagierten #Piraten stellt @pirantifa die Arbeit
        ein.“
        http://inagist.com/all/436993688640978944/

        Vermutlich eine Reaktion auf das Statement aus Schleswig-Holstein, welches ich verdammt gut finde:
        http://landesportal.piratenpartei-sh.de/vorstandsblog/2014/02/statement-zum-innerparteilichen-richtungsstreit/

        Genau das meine ich. Denken die von der Pirantifa denn wirklich, dass diejenigen, die Anne kritisieren, gerade vorm Spiegel den Hitlergruß üben, das Horst-Wessel-Lied singen und heimlich von Deutschland in den Grenzen von 1939 träumen? Wie verbohrt kann man sein, um nicht zu erkennen, dass man sich mit solchen Aktionen und auf diese Art bei locker 95% der Bevölkerung unmöglich macht (zu recht!), und dass die anderen 5% einen deswegen noch lange nicht wählen? Bitte nicht missverstehen, wenn es denn korrekt wäre, ginge das in Ordnung. Aber das ist es nicht, weil Anne damit selbst einen großen Teil derjenigen gegen sich aufbringt, die die Befreiung Deutschlands durch die Alliierten ganz selbstverständlich begrüßen. Das ist kein Antifaschismus, das ist verlogene Scheiße! Um sich als antifaschistische Elite fühlen zu können, und andere hemmungslos mit Vorwürfen überziehen zu können werden Nazis konstruiert, wo keine Nazis sind – und das nimmt schon pathologische Züge an! Ich bin es satt!

        Grüße,
        Benjamin Schwenk
        Ex-Gründungsschatzmeister des KV Köln 2009/2010
        Flames, Morddrohungen und Nazibeschimpfungen bitte alle an benjaminschwenk {at} yahoo(.)de

        1. Birgit Rydlewski Artikelautor

          Hatte R. Karling sich später überhaupt nochmal dazu geäußert? Nachdem klar war, dass die ursprüngliche Behauptung nicht passte, haben doch alle geschwiegen oder habe ich da etwas übersehen?

          1. Benjamin Schwenk

            Da hast du allerdings was übersehen. Karling hat die Angriffe ca. 5-6 Wochen später, bei einer weiteren Bürgerversammlung, wieder erwähnt. Hätte er kaum getan, wenn es Unsinn gewesen wäre. Es gibt von der Versammlung irgendwo im Netz auch einen Audiomitschnitt.

          2. Birgit Rydlewski Artikelautor

            Bei der Versammlung war ich. Die Ermittlungen sowie die Erkenntnis, dass es nicht wie behauptet gewesen sein kann, waren aber ohnehin erst danach.

          3. Benjamin Schwenk

            Okay, wenn das stimmt, dann hat Karling also gelogen, und die Angriffe waren erfunden. Es gibt keine andere Möglichkeit, da er sich als Augenzeuge bezeichnet hat. Das ist die glasklare Konsequenz deiner Äußerung, Birgit.

            Es kann nur einer von euch beiden in dieser Sache recht haben. Wenn du unrecht hast, dann kann es daran liegen, dass du einem Freund, der angeblich dabei war, etwas mehr vertraut hast, als gut war, und dessen vermutlich zu subjektive Sicht ungeprüft übernommen hast. Das ist mein bisheriger Vorwurf an dich – ärgerlich, aber zumindest hast du im Zweifelsfall dann hier nicht mit Absicht die Unwahrheit erzählt.

            Aber wenn Karling unrecht hat, dann hat er glasklar als angeblicher Augenzeuge von einem Überfall fabuliert, den es so niemals gegeben hat. Von daher bitte ich um eine ganz klare Aussage deinerseits: hat Karling gelogen, oder hat er nicht? Übrigens, Links zur Unterstützung deiner Behauptung wären prima. Aber selbst falls es keine gibt, kein Problem: wenn du mir hier klipp und klar sagst, dass der erste Vorsitzender des Vereins “Bürger für Bürger” bewusst die Unwahrheit gesagt hast, dann will ich das gelten lassen.

          4. Birgit Rydlewski Artikelautor

            Du kannst das eigentlich auch selber googlen, aber ein paar Links mal so auf die Schnelle:

            http://antifaduisburg.noblogs.org/post/2013/09/02/augenzeugenbericht-zur-eskalation-nach-der-veranstaltung-in-bergheim-am-23-8/

            http://www.presseportal.de/polizeipresse/pm/50510/2551117/pol-du-fahndung-nach-gewalttaetern-am-haus-in-den-peschen

            https://www.keienborg.de/2013/10/22/indenpeschen-lg-duisburg-hebt-rechtswidrigen-durchsuchungsbeschluss-auf/

            http://gduz.blogsport.de/2013/10/31/landgericht-weist-duisburger-ermittlungsbehoerden-in-die-schranken/

            Mehr Zeit habe ich leider gerade nicht, um mich damit zu beschäftigen.

          5. Birgit Rydlewski Artikelautor

            Mir ist hier was von Deinen zahlreichen Kommentaren abhanden gekommen. Da Du aber nun mehrfach verdeutlicht hast, dass Du ohnehin nur einer Behauptung Glauben schenken möchtest, erübrigt sich weitere Diskussion. Kannst ja Herrn Karling fragen, ob er an seiner Version festhalten möchte/kann.

          6. Birgit Rydlewski Artikelautor

            Nochmal: Du glaubst R. Karling und uns halt nicht. Das ist Dein gutes Recht. Die Wahrheit muss es halt deshalb trotzdem nicht sein. Ich halte es für relativ unwahrscheinlich, dass R. Karling zugeben würde, dass seine Version zumindest nicht die gesamte Situation erfasst. Muss ja nicht mal böser Wille sein. Ich weiß nicht einmal, ob er zum Beispiel bei der Sache am Kiosk überhaupt anwesend war und hinterher am Haus „In den Peschen“.

    2. Birgit Rydlewski Artikelautor

      Woher nimmst Du Deine Erkenntnisse bezüglich Duisburg? Warst Du da? Kennst Du die Strukturen? Menschen dort? Oder nur das, was in der Presse steht?

      Hast Du die anderen Berichte gelesen? Warst Du bei den Demos später im Jahr, bei denen es wiederum Übergriffe von „Bürgerinnen“ auf Antifaschist*innen gab?

    3. Simon Lange

      Magst Du Dich bitte erklären was „Zuses“ sind und warum Du ihnen „Unterwanderung“ in negative Konotierung unterstellst?
      Afaik kennen wir uns nicht und Du warst auch niemals zu Besuch bei der Konrad Zuse Crew. Du hast auch niemals einen Dialog mit uns geführt und auch nie gesucht. Wie kommst Du also zu so einer Aussage, welche Dir offenkundig geflüstert wurde, welche Du aber versäumt hast zu überprüfen bevor Du sie weiterträgst?!

      Und dann überleg mal ob nicht gerade Dein Verhalten gerade jetzt genau DAS Verhalten ist, welches Du völlig zu recht im innerparteilichen Umgang beklagst und welches unter anderem auch einer der Gründe ist bzw. war, weshalb der Warnstreik erging.

      Zur Info für Dich: Wir sind ein Bollwerk der Piraten in Berlin und werden für unseren Einsatz für die Werte und die Partei der Piraten seit ca 2010 verleumdet. Menschen wie Du helfen den Verleumdern dabei indem sie ungeprüft weitertragen. Unsere Crew ist nachweislich die älteste Crew Berlins und ich selbs bin der dienstälteste CrewCaptain Berlins. Wenn Du uns „Unterwanderung“ unterstellst dann benenne mitte im selben Atemzug durch wen konkret und anhand welcher von der Bundessatzung und dem Grundprogramm repräsentativ erfolgten Postulierungen Du das festmachst.

      Danke!
      PS: Ich habe Deinen Angriff zufällig gefunden und in Ermangelung des Auffinden Deines Twitternamens schreibe ich Dir nun hier.

      1. Benjamin Schwenk

        Simon, dass ich keinen Twitternamen habe, liegt einfach daran, dass ich mich dort nie angemeldet habe. Anfangs als Hardcore-Nerd immer mit etwas schlechtem Gewissen, aber mittlerweile mit Stolz: die Tatsache, dass das Niveau der Auseinandersetzungen dort noch unter dem eines miesen Schulhof-Mobbings liegt, und die regelrecht hysterischen Kreischer, die sich da regelmäßig versammeln, geben mir im nachhinein recht.

        Nun zu deiner Frage: ich muss dich enttäuschen, denn ich habe mir durchaus ein eigenes Bild machen können. Eure Seiten habe ich zu einem guten Teil gelesen, und ich gehe auch dann nicht aus dem Saal, wenn ein Dennis Plagge das Wort ergreift. Und auch über dich habe ich mich sachkundig gemacht, und selbstverständlich auch deine Position zu diversen Dingen gelesen. Lieber Simon, du kannst das gerne relativieren und in einen Kontext stellen, wie du lustig bist, aber dein geflügeltes Wort vom „prostituieren“ war einfach nur das allerletzte, und ich kenne Leute, die uns deswegen nicht mehr wählen. Leute, die ich vorher von uns überzeugt habe. Und über Dennis‘ „Bewerbungsrede“ vor einiger Zeit, da decken wir doch besser gleich mal den Mantel des Schweigens drüber, der Mann hat sich da ganz von selbst zum Obst gemacht. Aber gelesen habe ich das meiste von Euch, und auch z.B. deine „Prostitutions-Begründung“, keine Sorge. Selber denken macht zwar einsam, ist mir aber dennoch lieber.

        Was es jedenfalls euch alle betrifft: ich bin seit 2009 bei den Piraten dabei und ich liebe es, die Leute auf der Straße von uns zu überzeugen, und ich bin (bzw. war) verdammt gut darin. Ich hasse alles, was es mir dabei schwerer macht, und das sind eben Leute wie du oder Anne, und viele, viele mehr. Wenn es nach mir ginge, würden wir jeden mit einer schweren Ordnungsmaßnahme (mehrjähriger Entzug des passiven Wahlrechts) belegen, der sich anderen Piraten gegenüber beleidigend verhält. Meinetwegen mit zwei gelben Karten vorher, wenn es denn sein muss. Ich will gar nicht ausschließen, dass ich mir zuallererst eine davon fangen würde, aber das wäre mir mittlerweile sowas von egal, solange es die anderen nur auch tüchtig erwischt.

        Ich kann als Linker die Ideologen von „links“ nicht ausstehen (die meines Erachtens Verrat an dem üben, was links wirklich sein sollte), aber wenn du nach Verbündeten suchen willst, musst du weitersuchen. Und was es -mit ganz wenigen Ausnahmen- meine Meinung zum *GESAMTEN* Berliner Landesverband mit Zuse, Lauer, Anne und sonstigen „Sympathieträgern“ betrifft: wo bitte sehr ist Bomber Harris, wenn man ihn wirklich mal braucht?! *DAS* frage ich mich schon die ganze Zeit!

        1. Birgit Rydlewski Artikelautor

          Bei Aufruf zum Mord ist dann halt auch mal gut. Zumindest deute ich den letzten Satz so. Normalerweise schalte ich sowas nicht frei. Zu Anschauungszwecken lasse ich es dieses Mal stehen.

  7. Llarian

    Birgit, du bügelst einfach alle Kommentare ab, die dich nicht bejubeln… sorry, aber so nicht! Komm mal aus deiner Filterbubble und beschäftige dich wirklich mit dem, was da abgeht.

  8. Fiete

    Ich bin zum Glück denn doch nie Pirat geworden, habe mich aber jahrelang mit einigen auseinandergesetzt und auch an ein paar Aktiönchen auf Pads u. in E-Mailllisten teilgenommen ( Familienrechts- u. Jugendamtsproblematik ). Daher erstmal mein Respekt an die ( wohl längst ehemalige ) Männermannschaft, die sehr lernwillig und engagiert war.
    Ja, es wurde schon vor Jahren deutlich gewarnt, daß solche Leute wie G. Debus, A. Helm , Genderwahn-Feministen u. Fementerroristen die Partei übelst demontieren würden.
    Offensichtlich haben sie es erfolgreich geschafft.
    Die Piraten saufen ab.
    Jetzt laufen ihnen schon die verratenen Freiwilligen der Technik weg, oder machen zumidest mal ( und gewiss zu recht ) den Hahn zu.
    Tja, da ist sowieso schon seit langem Blei im Ruder, es wurden ja sogar Fahnen der als faschistoid bekannten „Antifa“ auf Großveranstaltungen ausgestellt ( Motto einer derer Terrorveranstaltungen: „Papis auf’s Maul!“ ).
    Helm verherrlicht jetzt Massenmord mittels Brandbomben , im Namen der ultrahierarchischen Terroragentur, die rund die Häfte der Menschheit kastrieren will. Eswird von „Penislisten“ herumgefaselt u.ä.m..
    Nix mehr mit „freies Internet“, oder „Menschenrechte für alle“.
    Ein unglaubwürdiger, lobbyistischer Kungelhaufen, nix weiter.

    Gruß………..Fiete

  9. Formidable

    @Llarian: Ich kotze.

    Es gibt eine große Masse derer, die Anne Helm kritisieren und privat wie öffentlich über sie herziehen (Du warst ja auch im Piraten-Mumble, als diese Wurst und der Lange da waren, und weißt genau, wovon ich rede). Das alleine ist schon schlimm genug.

    Diese Leute, den Mob, aber noch zu Opfern zu stilisieren … ehrlich, das kann nicht jede.

    Ich bin froh, dass ich kein Mitglied bin. Sonst wäre ich spätestens jetzt ausgetreten, wie andere auch. Ich würde in keiner Partei sein wollen, in der Antifeministen und Rechte dabei sind, das Ruder zu übernehmen. Oder auch nur deren willfährige Gehilfen mit ihrer ekelhaften „Das wird man doch wohl noch sagen dürfen!“-Attitüde.

  10. m

    Aha, Machtstrukturen und Machtpositionen sind immer dann schlecht und falsch, wenn sie zu Maßnahmen verwendet werden, welche nicht dein Einverständnis haben. Interessant…

  11. tux.

    „Geh doch, wenn dir was nicht passt“ halte ich für eine grenzwertige Aussage, auch von einigen Kommentatoren hier. Es ist richtig, dass mehr Dialog her muss – von beiden Seiten. (Birgit, in obigem Kommentar „du konstruierst…“ bist du zum Beispiel auf einen Großteil des Kommentars nicht eingegangen. Der war zwar etwas übermäßig emotional geschrieben IMO, aber man hätte ihm um so besser argumentativ den Wind aus den Segeln nehmen können.

    Solidarität gilt nur für die eine Seite? Was ist mit den Morddrohungen aus „der Berliner Szene“ gegen „die IT“ wegen der Abschaltung? Solidarität?

    Eskalation ist eskalierend.

    Grüße vom Meer,
    ich.

  12. p301

    was für ein Blech.
    Aber was soll man von jemanden erwartet der uninformiert Lügen retweetet und sich nicht von Fakten beindrucken lässt.

    Ach übrigens, die Pads waren benutzbar, das Wiki hatte einen Mirror um an Informationen zu kommen, keine Daten gingen verloren, zu den div. AV am Wochenende lief alles wieder –
    und wer arbeiten wollte konnte dies nachwievor am eigenen Computer tun oder notfalls mit Papier und Handschriftgerät. Oder haben das auch die „Machtmenschen“ von der IT sabotiert?

  13. LieberPirat

    WER A ein Asyl anbietet, muß das auch bei B tun!

    Liebe Rya, ich finde Deinen Text echt herzergreifend – durch die Hilflosigkeit, sich verständlich zu machen.

    In einer MaschinenMacker-Welt ist viel zuviel „GEWALT-TÄTIG“.
    Hiermit biete ich ANNE HELM für Sie zumindest vorübergehend Asyl in deutschLAND – fern des polyParaPsychotischen PenisPatriarchats einer WerbeWahnWelt, die Frauen nur ObenOhne zu“Hört“.

    Liebe Birgit, bitte ändere nix an äußeren Formalien (MdL, Partei,..), aber an äußerer FrauenAchtung!
    Alsoooo – werde GEMÜSE-TÄTIG… im Frühling, der auch frauenachtend, feministisch und fortschrittlich sein kann… – wenn nicht StadtMänner (innerlich) auf Frauen einstampfen, oder LandMacker nur sich wahrnehmen.

    Du bemühst Dich voll schön, auf Alles einzugehen – aber vielleicht lohnt sich das nur bei Leuten, die über ihren eigenen Schatten springen, was Macker selten machen.. und Mädels es wenn dann meist irgendwie unglücklich tun.

    Hier ists anders – Dein Kurhof mit Kids am PiratinnenKon DiskussionsTisch. 🙂

    Biete Dir also Asyl in deutschLAND mit voller FrauenAchtung und allem zwischen Aktivem … und … Zuhören an.

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