Rückblick 29c3

Vorab mal: Ich fand den Congress grundsätzlich gut. Der Ort ist toll, es ist viel Platz, die Orga diesbezüglich hat super funktioniert nach meiner Einschätzung. Der Umzug nach Hamburg ist also absolut gelungen.

Ich besuche seit einigen Jahren Veranstaltungen vom CCC. Die Sigint mehrfach. Den Congress ebenfalls. Ich bin keine Hackerin. Ich kann Computer einigermaßen sinnvoll einsetzen. Programmieren habe ich mal in sehr rudimentären Ansätzen begonnen und leider nicht fortgeführt. (Von den erzwungenen Versuchen mit Turbo Pascal in der Schule damals mal abgesehen.) Ansonsten beschäftige ich mich aber gerne mit den Auswirkungen von Technik auf Gesellschaft und bin im allgemeinen sehr gerne auf derlei Veranstaltungen. Die ersten Talks damals fand ich inspirierend, weil sie mir ermöglichten, gesellschaftliche Probleme aus einer anderen Sichtweise als sonst zu betrachten.

Es gab in all den Jahren immer mal Talks mit verletzenden Sprüchen, die man sicher als Sexismus überschreiben darf. Es gab auch am Rande immer wieder mal Diskussionen über Bilder von nackten Frauen. Ich hatte allerdings über Jahre den Eindruck, dass in der Community Problembewusstsein fehlte. Frauen sollten sich „halt nicht so anstellen“. Sowas tut durchaus weh, aber ich war damals überhaupt nicht in feministischen Kreisen unterwegs und habe, so traurig das ist, das Verhalten mancher Männer als normal abgetan. Als etwas, dem ich aus dem Weg gehe oder gegen das ich sowieso nicht ankomme.
Weiterhin würde ich mich unter den Bedingungen nicht trauen, einen Talk einzureichen. Ich bin nicht kleinlich. Ich habe SchülerInnen ab 15 Jahren aufwärts unterrichtet. Ich kann auch Sprüche ab. Der Hass, der einem aber im Internet entgegenschlägt, wenn man z.B. Sexismus thematisiert oder irgendwo Schwäche zeigt oder einen Missstand ansprechen möchte, der war mir neu.
Ich habe also viele Kongresse und Veranstaltungen relativ unauffällig verbracht…

Dieses Jahr hatten dann ein paar Menschen aus meinem Umfeld die Idee, die Creeper Move Cards (ursprünglich von einer amerikanischen Veranstaltung) auf dem Congress einzubringen. Das war nach meinem Kenntnisstand mit der Orga abgesprochen.

Vor einigen Wochen wollten wir das eigentlich dazu gehörige Awarenessteam bilden. Nach zunächst positiver Rückmeldung via Twitter wurden wir allerdings zurückgepfiffen, weil es bereits ein Awarenessteam gäbe. Ich war bei mehreren Veranstaltungen Teil eines solchen Teams und weiß, wie viel Arbeit das sein kann. Insofern muss ich mich da nicht unbedingt einbringen. Ich hatte aber nach mehreren Gesprächen hier leider auch den Eindruck, dass ein Einbringen nicht gewünscht war.

Bei der Open Mind, bei der ich sowohl im Orgateam, also auch im Awarenessteam war, hatten wir die Creeper Move Cards ebenfalls im Einsatz. Allerdings wurde dort direkt vor der Keynote und vor Beginn der eigentlichen Veranstaltung von uns darauf hingewiesen, wie wichtig uns eine entsprechend angenehme Atmosphäre ist und dass wir sexistische, rassistische etc. Übergriffe auf keinen Fall tolerieren werden. Wir haben in dem Zusammenhang auch die Karten erklärt, die wir auf jeden Sitzplatz verteilt hatten.
(Das habe ich auch alles beim Policy-Treffen erläutert.)

Den Einsatz der Karten finde ich grundsätzlich durchaus sinnvoll, wenn jemand, der sich belästigt, verletzt etc. fühlt, nicht mehr reden will, sondern eine Grenze setzen. Es gibt dann kein Recht auf Kommunikation. Ein „Nein-Ich will das nicht“ muss auch in Form einer nonverbalen Äußerung reichen. Ein Awarenessteam kann dann eventuell demjenigen, der eine Karte erhalten hat, weitere Kommunikation bieten. Diejenige oder derjenige, der eine Karte verteilt hat, muss das nicht. Eine Person, die sich belästigt fühlt, muss sich zunächst einmal nicht erklären. Und das ist bei den Karten gut.
(Die Koordination von Kartenteam und Awarenessteam war nun auf dem Congress nicht möglich. Aus unterschiedlichen Gründen. Was dann ein Scheitern der Karten fast unausweichlich gemacht hat.)

Die Anti-Harassement-Policy vom Congress ist eine gute Sache:

http://events.ccc.de/congress/2012/wiki/29C3_Anti-Harassment_Policy

Man muss eine solche Policy aber auch leben und da bin ich noch unsicher. Kann man das vorher austeilen? Bei der Auftaktveranstaltung ausdrücklich darauf hinweisen? Ankreuzen lassen bei der Kartenbestellung? An manchen Stellen empfinde ich das Konzept noch nicht als glaubwürdig genug.

Nehmen wir mal an, die Creeper Move Cards seien nicht relevant/wichtig/notwendig: Warum dann die Aufregung?
Wenn sie nicht relevant sind, warum muss man dann derart dagegen wettern? Warum fühlen sich Menschen dadurch provoziert?

Die Existenz der Karten haben eine Diskussion angeregt. Das ist doch toll. Oder nicht?

Gestört hat mich vor allem, wie die Diskussion geführt wurde. Da wurde nach meinem Empfinden an mehreren Stellen massiv Stimmung gegen FeministInnen gemacht.
In der Diskussion waren im Netz zum Beispiel viele sehr abwertende Begriffe. Feminazis etc. Das tut weh. Merkt ihr das nicht?

Ich verstehe auch nicht, was das mit Piraten zu tun haben soll. (Da haben einige Twitterer einen Zusammenhang hergestellt, der sich mir so gar nicht erschließt.)

Mich gestört hat ein zum Teil recht aggressives Verhalten. In Wortwahl. In Handlung. Vielleicht habe ich derart früher ™ als „normal“ in dieser Community gesehen, habe aber mittlerweile (tatsächlich in feministischen Kreisen) festgestellt, dass das nicht normal sein muss und dass es anders geht. Respektvoller.

Worum geht es also? Angst, dass FeministInnen die Community kaputt machen? (Früher ™ hat sich halt niemand über die Bilder von nackten Frauen ohne Kopf aufgeregt?)

Und was für mich auch unklar ist: Es darf doch Projekte geben von „außerhalb“. (Da finde ich die Formulierung aber schon unschön. Wer definiert denn bitte mit solcher Arroganz, wer drin und wer draußen ist?) Aber: Nur Projekte, die auch der Orga gefallen? Oder wie jetzt?

Mich persönlich etwas ausgelaugt haben letztendlich aber eher die gefühlt vielen privaten Konflikte um mich herum. Ich freue mich, wenn es allen (hoffentlich) wieder gut geht danach, fühle für mich selber aber, dass mich das viel Energie gekostet hat.

Noch eins zum Assembly: Es kam die Kritik, dass das Flauscheria-Assembly „verbarrikadiert“ wirkte. Die Aussage kann ich nachvollziehen. Es war wohl der Versuch, einen Rückzugsraum zu schaffen für Menschen, die dies benötigen. Wie kann man sowas besser in eine Veranstaltung integrieren? Oder sind solche Räume generell nicht erwünscht?

39 Gedanken zu „Rückblick 29c3

  1. Korrupt

    Zwei Sachen. Wenn die Creepercards inflationär eingesetzt werden und eben nicht im Rahmen eines „Die Situation ist für mich emotional belastend und ich kann nicht verbal kommunizieren“, dann sind sie per se reine provokation, besonders in der roten Variante. Wenn wer wie Enno ernsthaft zwanzig Karten gekriegt hat, dann ist das Problem offensichtlich nicht sexistisches Verhalten, sondern ein paar Kartenverteiler, die einen an der Klatsche haben.
    Das einzige näher ausgeführte Beispiel einer ernsthaft überreichten gelben Karte war anläßlich eines offenbar paternalistisch empfundenen Türaufhaltens. Wen sowas deermassen traumatisiert, dass keine verbale Kommunikation mehr möglich ist, sollte einen Therapeuten besuchen, aber keine Kongressveranstaltung.
    Zuletzt, Flauischeria. Ich weiss nicht, ob/wie man sowas machen soll, wenns ein *Rückzugsraum“ sein soll, dann soll man es eben bitte auch so nennen. Dann muss und sollte sie auch nicht grade als „Wir gucken traus und ihr dürft nicght rein“-Design umgesetzt sein. So gemacht und insbesondere mit diesem Namen, ists sinnfrei.

  2. julia seeliger

    Nun, Flauscheria ist verbarrikadiert, stimmt.

    Karten sind gute Sache zum exemplarisch Drüber diskutieren, aber sollen sie tatsächlich die Lösung sein? Ich finde: nein.

    Und man sollte mal die DefCon mit dem Kongress vergleichen. Vielleicht bringt das Trennschärfe.

  3. Andreas Bogk

    Die Absprache mit der Orga bestand darin, daß diese im Vorfeld gesagt hat, daß sie die Karten für keine gute Idee hält, aber ja auch schwerlich etwas dagegen tun kann.

    Und was bei der inflationären Verteilung von Karten mit der Androhung von körperlicher Gewalt eventuell als Provokation gewertet werden könnte – muß ich das wirklich erklären?

  4. Ernesto

    Hmm. Mehrere Aspekte:

    a) Creeper Move Cards funktionieren nur, wenn sie von einer nennenswerten Menge TeilnehmerInnen unterstützt werden. Das war nicht der Fall, im Gegenteil – das Statement in der Abschlussrunde dass die Karten überflüssig wären wurde recht deutlich beklatscht. Unter den Bedingungen machen die Karten keinen Sinn und führen zu widersinnigen Aktionen, zu viel Streit und vielen Verletzungen.

    b) Ich war an die Flauscheria lose angegliedert – und mir ist dieser Zielkonflikt ebenfalls sehr deutlich aufgefallen. Ich denke, dass Rückzugräume durchaus Sinn machen, nicht jeder hält es aus, auf einer Konferenz durchgängig in offenen Räumen unterwegs zu sein. Dies kann aber nicht ein einziger Raum sein, der dann nur für eine spezifische Gruppe Menschen erlaubt ist. Die Flauscheria ist letztlich ja nur eine von vielen sozialen Gruppen, welche ggf. mal ein Rückzugbedürfnis haben könnte.

    c) Auf dem 29c3 haben sich viele Akteure überaus gut trollen lassen – und zwar auf beiden Seiten. Dies funktionierte gut, weil die Masse sich für das Thema de Facto nicht interessiert hat und so nur die Stimmen der Radikalen zu hören waren. Dies führte zu einem Teufelskreis, zu Verletzungen, zu zickigen und radikalen Reaktionen – und als Zuschauer staunte man nur noch was da grade abgeht. Es braucht also eine komplett andere Herangehensweise wenn man Feminismus oder generell mehr Respekt in eine solche Veranstaltung bringen möchte in der viele Akteure mit dem Thema nicht so stark in derartige Themen involviert sind.

    d) Ein Vortrag wie der Gender-Informatik-Vortrag war für mehr Sensibilität und Respekt ungeeignet. Die Referentin war zwar sehr kompetent, aber selbst ich mit grünem Hintergrund hatte bei dem Fachwortstakkato echte Schwierigkeiten dem zu folgen. Der Kongress hat selbst auch eine eigene Sprache, ja, die meisten Nicht-Nerds hätten selbst bei nicht-technischen Konversationen de Facto nichts verstanden, da der Kongress viel Nerd-Wissen voraussetzt. Im Endeffekt hat der Gender-Vortrag gezeigt, dass in anderen Gruppen eine komplett andere Sprache herrscht – und dass wir mehr darauf achten müssen, Dinge zu übersetzen. Gender-Themen genauso wie die Nerd-Sprache auf dem Kongress. Denn nur so erreicht man Menschen mit wichtigen Themen, sei es Feminismus oder Datenschutz.

  5. Armin H.

    Draußen und drinnen: in den letzten Jahren haben sich die Berliner Twitterer halt nicht rechtzeitig Karten besorgt; diesmal kamen ganze Horden technisch nicht Interessierter, die keine Vereinsmitglieder sind und die ihre Basis nur bei ihren Leuten haben, und wollen dass alles anders wird. So kam das bei vielen an. Dazu sind die Karten eben keine Kommunikationsmittel, sondern Kommunikationsbeender und das auch noch zu einem Thema das bei den Anwesenden sicherlich nicht so omnipräsent ist wie in der Berliner Twitterszene. Ihr wollt Diskriminierung beenden, und zwar sofort. Das ist unterstützenswert, aber Ihr müsst dann eben auch die Geduld aufbringen, aus Eurer Twitter-Echokammer auszubrechen und jedem und jeder Einzelnen nochmal ganz von vorne alles zu erklären. Warum es diskriminierend ist, Nacktfotos zu zeigen oder eine männliche Berufsbezeichnung ohne eine weibliche Form dazuzusagen. Die allerallermeisten Menschen in Deutschland haben diese Diskussion noch nie persönlich geführt, weil da einfach nie jemand in ihrem Umfeld war, der oder die das je angesprochen hätte. Müsst Ihr im Berliner Elfenbeinturm nicht kapieren, ist aber die Realität. Wenn Ihr so tut als wäre das alles schon *zig mal gesagt worden und jeder der’s bisher nicht kapiert hat ist ein vorsätzlicher Sexist, bringt Ihr Euch in eine taktisch miserable Position.

    1. Birgit Rydlewski Beitragsautor

      Nur kurz am Rande: Ich bin nicht aus Berlin. Die meisten Menschen aus dem Flauscheria-Umfeld auch nicht.

  6. Sebs

    Auf dem Ipad unterwegs, darum ein bisschen Kurz angebunden

    1. Wortwahl rote Karte: Ich habe den Text auf der Karte aufmerksam gelesen und bemerkt das dort eine Gewalthandlung erwähnt wird. Bei mir ist das so wie eine Gewaltandrohung angekommen und ich finde es zu unfreundlich. Wenn man so weit ist das man etwas macht
    wo man dem Gegenüber in die Fresse hauen will, dann ist das doch justitiables Verhalten. Geht mir auch am Konzept vorbei das Verhalten in der Gesellschaft als Solches zu ändern, Auge für Auge war doch da noch nie gut.

    2. 29c3 Rückblick: Ich habe gesehen das der Großteil deines Textes sich mit dem Thema Feminismus auseinandersetzt. Ich finde es gut wenn du deinen Standpunkt klarmachst, ich befürchte das dies, wenn es sehr oft passiert, einfach zu einer Überhöhung des Themas im Verhältnis zu anderen Bereichen des Kongresses führt. Amplification.

    3. Ich kann mich an der Diskussion auch nicht beteiligen, ich finde den Tonfall auch zu aggressiv, und zwar von Seite der Feministeninnen. Grade was ich so im Netz lese, ist schon sehr stark in ein adversatives Meme eingebunden, mit den entsprechenden Folgen für die Übernahme in die eigene soziale Gruppe (Silobildung, wie z.B. bei Religionsgemeinschaften).
    Das bei solchen Positionen getrollt wird, das ist klar, das finde ich nicht gut. Auch hier möchte ich stark differenzieren zwischen extrem bösen Zwischenrufen auf Twitter und wahrscheinlich auch in den Kommentarspalten von Blogs und auf der anderen Seite die Kommentare des Moderators beim Hackerjeopardy, es wäre schön wenn mal differenziert würde – Das waren zwei unterschiedliche Qualitäten. Das Totschlagargument der Rapecultire ist zwar effektiv, führt aber auch dazu das Menschen erst mal zumachen. Da fühlt sich jeder gleich betroffen und schämt sich so ein bisserl. Wie will man so Menschen ändern?

    3. Neu-Biedermeier: Mit der ganzen Feminismusdiskussion kommt auch eine neue Kultur des nicht dürfens und der zurückgehenden Liberalisierung. Ich empfand es, bei Männlein und Weiblein, als Zugewinn für die Gesellschaft wenn Nacktheit und auch Sexualität als normal wahrgenommen werden. Ich muss leider feststellen das inzwichen schon die voll bekleidete (Winterkollektion) Giselle Bündchen mit „Sexistische Kackscheisse“ beklebt wird. I am Sorry, aber ich möchte nicht bald wieder über Fußknöchel lange Kleider für Frauen reden.
    Ich würde mir wünschen das wir diesen Fortschritt nicht verlieren. Es gibt da einfach mehr als eine Meinung, ich fände es toll wenn da mal auch eine andere Zugelassen würde zu einer Diskussion. Die ganze Zeit wird geschrieben was die Männer und ihre so dominante Kultur an Fehlern und Verbrechen begehen. Gibt es einfach auch Dinge die bei der Feminismus-Bewegung falsch gemacht werden? Frag dazu vielleicht mal nicht nur in der eigenen Peer-Group, sondern eure Krititiker. Machen wir Männer wenn es um Thema Frauenrechte geht ja auch, bei Frauen nachfragen die sich mit sowas auskennen.

      1. selbst

        Ich finde deinen Tonfall aggressiv. Zitat (Hervorhebung von mir):

        „Den Einsatz der Karten finde ich grundsätzlich durchaus sinnvoll, wenn jemand, der sich belästigt, verletzt etc. fühlt, nicht mehr reden will, sondern eine Grenze setzen. Es gibt dann kein Recht auf Kommunikation. Ein “Nein-Ich will das nicht” muss auch in Form einer nonverbalen Äußerung reichen. […] weitere Kommunikation bieten. Diejenige oder derjenige, der eine Karte verteilt hat, muss das nicht. Eine Person, die sich belästigt fühlt, muss sich zunächst einmal nicht erklären.“

        Heisst: Ich hab das Recht, Karte auszugeben. Du hast kein Recht auf Kommunikation.
        Ich kann nicht, will nicht, muss nicht. Du solltest, du musst, du darfst nicht.
        Ich erkläre, du bist dumm.
        Ich lege fest, du solltest $xyz.

        „Nehmen wir mal an, die Creeper Move Cards seien nicht relevant/wichtig/notwendig: Warum dann die Aufregung?“
        Siehe oben. Herablassung, Anmaßung, Aggression.

        „[…] haben eine Diskussion angeregt. Das ist doch toll. Oder nicht?“

        Ich behaupte hier nicht, dass du ein Troll bist. Aber die Analogie in der Argumentation ist schon frapierend: „Hurra, Aufregung!“. Seit Tagen lese ich zum Thema wenig Diskussion, sondern bestenfalls Streit. Wenig Argumente, keine noch viel weniger Erläuterungen – dafür Abwertung und Schuldzuschreibung. Aus der Sicht eines körperlich Abwesenden: Die Vorfälle um 29C3 sowie der Einsatz von Creepercards haben jedem Anliegen feministischer Eichhörnchen – welcher Art und wie [un]berechtigt auch immer – in der Summe geschadet. Makes you think.

        tl;dr
        Wenig Substanz, viel sprachliche Aggression. Hast du eigentlich ein Anliegen? Falls ja, sehe ich es – no offence meant – hier nicht produktiv dargestellt.

        1. selbst

          Nachsatz
          Bemerke grade, dass grade der erste Teil meines Postes kein Glanzstück an Argumentation ist. Die Analyse bezieht sich nicht nur auf das von dir Geschriebene, sondern auch eine Reihe ähnlich, pardon, totalitär formulierter Beiträge der letzten Tage.

          Sorry, mehr ist meinerseits grad nicht mehr drin. Ausführliche schriftliche, belegte Sprachanalyse ist zeitraubend und anstrengend. In der Sprache liegt die Aggression. Und die erklärt m.E. den Großteil, wenn nicht gar die Gänze der heftigen Gegenreaktionen. Diese sind selten sachlich. Sicher oft verletzend. Und dumm. Soll ich dir was sagen? Ich kann sie emotional oft sehr gut nachvollziehen.

  7. ewe

    Nun solches verhalten wurde auch ohne Karten nicht toleriert, man versuchte nach meiner Erfahrung eher die Probleme direkt zu lösen. Auf dem letzten Camp hatte ich selbst das vergnügen eine solche Situation mitzubekommen: Nachdem eine Autofahrerin auf dem nicht ganz fahrtauglichen Parkplatz steckengeblieben war half ich mit einer (gemischten) Zeltplatztruppe den PKW wieder in Fahrt zu bringen. Die Dame bedankte sich, ein Herr der Gruppe Fragte, ob man ihr noch bis zum Ausgang folgen solle, der Weg würde schließlich nichr besser. Innerhalb der Gruppe war die Frage nachvollziehbar, denn wir hatten einige Stunden zuvor sein Auto auf der Zufahrt befreit, er blieb aber ein paar Meter weiter erneut stecken. Die Dame fasste den Kommentar anders auf. Sie erklärte, dass sie Sprüche über die Fahrfähigkeiten von Frauen herabwürdigend finde. Wir erzählten unsere Geschichte, die Gründe waren geklärt, man Versprach die Formulierung fürs nächste mal zu überdenken und die Sache war gegessen. Soweit ich mitbekommtn habe sind diese Diskussionen auf dem Congress meist nicht erfolgt. Es gab vielfach kommentarlos eine Karte ohne dass der betreffende überhaupt erkennen kann worum es geht. Jeder hat eine andere Geschmacksgrenze und ein anderes Empfinden für Sarkasmus & Co welche man ihm nicht direkt ansieht. Da die Karten meist die Diskussion verhindern und so dem Verständnis untereinander nicht weiterhelfen war ich auch kein Freund dieser Idee – Probleme werden nicht durch ignorante Anschuldigungen sondern durch Diskussionen gelöst. So gab es viele Leute, welche die anfänglichen Äußerungen beim Jeopardy nicht als als Spitze gegen Frauen sondern eher gegen die jährliche Diskussionen über die Teilnehmerauswahl gesehen haben. Das darauf folgende gegenseitige eskalieren mit immer weiter ins Zweifelhafte abdriften beider Seiten hätte natürlich nicht sein gemusst.

  8. Damaged Good

    Für mich ist das Thema schon immer dagewesen. Auswirkung ist, dass ich mich als antisozialer Nerd noch viel weniger traue, fremde Menschen anzusprechen. Schließlich könnte mir irgendwas inkorrektes herausrutschen. So viel habe ich mit der Debatte von den nervigen Kindern auf dem Congress auch nicht zu tun, als dass ich mit irgendwelchen Kärtchen angeprangert werden möchte.

  9. @terrorzicke

    Als Programmiererin habe ich die Tweets zum Kongress anfangs mit Spannung verfolgt, weil ich mir erhoffte, Stellungnahmen zu Überwachung, Datenspeicherung, neuen technologischen Entwicklungen etc. zu lesen. Was kam, waren Meta-Debatten über Feminismus, Feminismus, Creeper Cards, böse A.lochmänner, wieder Feminismus und nochmal Creeper Cards.

    Zwischendurch gab’s dann auch noch einen Eklat, weil sich jemand durch Geknutsche getriggert fühlte. Dann wieder wurden irgendwelche Moderatoren wegen Nichtigkeiten niedergemacht… Es las sich auf Twitter wie ein Jahrmarkt der Neurosen und Empfindlichkeiten bei dem mir jede Lust auf zukünftige Teilnahme verging. Von den eigentlichen Themen hörte man so gut wie _nichts_ mehr. Erst Anatol hat’s am letzten Tag dann noch für ein paar Minuten wieder rausgerissen. Ganz ehrlich: Ich habe nur noch gedacht: „Na hoffentlich wird die Re:Publica nicht genauso, sonst such ich mir schon mal ’ne gute Kneipe, in die ich dann mit meiner Clique flüchten kann.

    Die Außendarstellung war in meinen Augen katastrophal. Die Feministinnen sind extrem(!) überempfindlich und militant rübergekommen. Es las sich, als könnte man auf diesem Kongress keiner Frau irgendetwas recht machen. Die Creeper Cards bzw. die Schilderung stellten sich für mich als Nichtteilnehmer nicht als Mittel dar, irgendwen auf Fehltritte aufmerksam zu machen und Bewusstsein für Zwischentöne zu wecken, sondern als Totschläger jeglicher Kommunikation. Als nonverbales „Im Zweifelsfall gegen den Angeklagten – auch wenn der keine Ahnung hat, was ihm überhaupt vorgeworfen wird“. In der Justiz würde man sich zu Recht tierisch aufregen über so eine Vorgehensweise. Da ist der Willkür doch Tür und Tor geöffnet. Alleine diese Bezeichnung „Creeper Cards“… Autsch! Da ist das Urteil gegen die Empfänger doch pauschal schon mit dem Namen der Karten gefallen. Wie soll da noch ein faires Miteinander möglich sein?

    Bei solchen Ansprüchen werde selbst ich als Frau zur Antifeministin, weil ich mit solch unsachlichem, unfairem Getue weder identifiziert noch assoziiert werden will. Die Verantwortung für ein erfolgreiches Miteinander muss bitte immer noch auf beiden Seiten liegen und nicht derart einseitig abgewälzt werden.

    1. @terrorzicke

      Nachtrag: Man sollte sich auch mal überlegen, dass das Überreichen einer solchen Karte auch immer eine Bloßstellung des Empfängers in der Öffentlichkeit bedeutet. Jeder, der da zuschaut, denkt doch automatisch: „Hey, der hat was angestellt!“ Selbst wenn – wie oben jemand schrieb – einfach nur die Kartenverteilerin „einen an der Klatsche hat“ und Karten sogar für Höflichkeiten wie Türaufhalten verteilt. Wer sorgt dann dafür, dass der Empfänger wieder rehabilitiert wird? Offenbar ist das gar nicht erst vorgesehen. Als seien Irrtümer, Neurosen und Boshaftigkeiten auf seiten der Damen sowieso ausgeschlossen und die Kartenverteilerin grundsätzlich und per se im Recht.

      Ich finde, sowas geht gar nicht. Gerade wenn und weil nach dem Austeilen der Karte auch jegliche Kommunikation verweigert werden darf.

  10. Parahackerin

    Man sieht es doch schon an diesem so genannten „Congress-Rückblick“:

    Eine isolierte Gruppe schafft sich im Congress ihren eigenen „Rückzugsraum“, schaukelt „ihr Thema“ innerhalb dieser isolierten Gruppe selbst hoch, retweetet sich fleißig gegenseitig und gibt dem Thema für sich selbst die Wichtigkeit, die es für den gesamten Rest der ca. 6.000 nicht hat.

    Eure so genannte „Awareness-Arbeit“ interessiert niemanden. Schon gar nicht uns Frauen die schon länger in dieser Szene stecken und nicht neuerdings als mit sich selbst beschäftigte Flausch-Truppe ankommen und gleich ihr Thema durchdrücken wollen.

    1. Birgit Rydlewski Beitragsautor

      Ich habe versucht, einen unaufgeregten Kommentar zu schreiben. Es wäre schön, wenn Du das auch schaffen würdest. Die meisten von uns sind auch schon länger in dem Bereich unterwegs. Es ist also keinesfalls so, wie Du behauptest.

      1. Parahackerin

        Ich bin nicht aufgeregt. Und überhaupt, nachdem sich die Geschichte mit der kopflosen Nackten aus roten Karten nun aufgeklärt hat, wird die Liste der Vorwürfe ja dünner und dünner. Gehäufte „schlimmer Übergriffe“ sind mir nicht zu Ohren gekommen, so dass am Ende nur noch eine beleidigte Flauscheria übrig bleibt, die beim Versuch, eine Agenda zu setzen und sich mit dem Kartenspiel wichtig zu tun, eine kräftige Abfuhr eingefahren hat.

  11. fourtwenty

    ewe hat recht. Ich finde seine Darstellung des Konfliktes um diese Karten sehr überzeugend. Ich bin auch ein kleiner Nerd und werde häufig falsch verstanden. Und im echtem Leben gibt es keine roten Karten, sondern meist nur Arschkarten. Damit meine Ich Probleme bei meiner Integration in Gruppen, beispielsweise am Arbeitsplatz, mit den entsprechenden Konsequenzen. Und ehrlich: Ich wünsche mir jedesmal das die Leute doch wenigstens nicht in ihren vorgefertigten Meinungsbildungen verharen, sondern einfach mal das Gespräch suchen bzw. zulassen und dann eben auch so frei sind um andere Standpunkte nachzuvollziehen. Natürlich lasse ich mich nicht erpressen und Anpassung als Ausweg sehe ich da nicht. Schliesslich bin ich nicht als Nerd geboren, sondern man hat mich zu einem werden lassen.

  12. Pingback: Raketenregen | Der Inventing Room!

  13. ssc

    Ein Antwortversuch auf die Frage nach der arroganten Definition von Innen und Außen.(„Wer definiert denn bitte mit solcher Arroganz, wer drin und wer draußen ist?“)

    Innen: Leute die Technik verstehen.(Hacker, Nerds, Geeks)
    Außen: Leute die Technik nicht verstehen. (Politker, Presse, Trolle, Flauscheria Hipster)

    Ewige Blumenkraft,
    Stephan

  14. k1l

    Für Außenstehende drängt sich der Verdacht auf, dass sich hier eine Gruppe an einer feindlichen Übernahme versucht hat. Warum man sich als Feministen-Gruppe eine Hack-Convention aussucht um das eigene Thema zu hypen sehe ich darin, das man dort mit dem geringsten widerstand zu rechnen hat. Denn der CCC mit 4000 Mitgliedern ist ein sehr sehr sehr … kleiner Verein, die Veranstaltung mit 6000 Besuchern nicht wirklich groß und die Gruppe der Nerds ist nun nicht direkt die erste Gruppe, die einem bei dem Thema einfallen würde.
    Wenn nun also eine Gruppe mit (bereits oben erwähnten) schlechten Mitteln ein mit nur einem Beitrag kleines Thema versucht zum Hauptthema der Convention zu machen darf es keine Gegenreaktionen geben?
    Zumal gerade beim Hacker Jeoperdy die falsche Verteilung der (für mich selbst diskriminierenden) Karten eindrucksvoll gezeigt wird.
    Jemanden als Creeper zu bezeichnen hilft da in keinem Fall.

    Und die kopflose nackte Frau, die jetzt als Skandal geputscht wird hätte es ohne Karten warscheinlich nicht gegeben.

    Nächstes Jahr will ich im Rückblick auf den 3c30 von tech-Themen und Datenschutz-Kram lesen und nicht davon, das man fürs Tür aufhalten Diskriminierungskarten bekommen hat.

    1. k1l

      Nachtrag: http://mirromaru.tumblr.com/post/39382307717/oh-teh-drama-or-why-i-stickered-a-naked-headless
      es war eine Frau, die aus Protest gegen die Karten die rote nackte kopflose Frau als Piktogram verfasst hat.

      Die Sprüche des Jeopardy Moderators muss man auch vor der andauernden Kritik an der Teilnehmerauswahl und deren Geschlecht ( zuwenig Frauen vs. mehr Frauen als im realen Anteil im Beruf/Kongress) sehen.

      Alles im allen legt sich für mich leider immer deutlicher der Verdacht, dass hier versucht wird ein Thema dem CCC und dem XXc3 überzustülpen und aufzubauschen, dass real gar nicht ein Problemthema ist.

      Leid tut es mir hierbei lediglich um die Frauen, die durch das „Alle Nerds sind Frauenhasser!!!!1111111“ vor dem Berufszweig Informatik zurückschrecken und die Frauen, die wirklich diskriminiert werden, nun aber in dem ganzen Theater untergehen.

  15. Pingback: Bleibt alles anders – Vorschläge für den 30C3

  16. ssc

    Mir persönlich stellt sich gerade die Frage, ob ein Verzicht auf Frauen in der Community nicht ein kleineres Übel als eine feministische Gedankenpolizei darstellt.

    Versteht mich nicht falsch. Ich bin erstmal gegen jegliche Diskriminierung.
    Doch noch mehr bin ich gegen jegliche Gedankenpolizei!!!

    Für Hater finden sich immer Gründe Leute zu diskriminieren.
    Warum glauben FemiM´nistInnen eigentlich. das man sie aufgrund ihres Geschlechts diskriminieren würde? Warum sollte es genau dieser eine Punkt sein – und nicht etwa Hautfarbe, Gewicht, Brille, Betriebssystem, politischer Meinung oder einfach aufgrund des ewigen Herumgestreites?

    Aufn Congress ging es für mich bislang immer um Technik und Spaß.
    Das nun Spaßverderber nicht sonderlich gut ankommen, ist in der Tat sehr verwunderlich.

    Ewige Blumenkraft,
    Stephan

  17. Pingback: Start-ins-Jahr-Linkspam

  18. gelegentlich

    Zu menschlichem Format geört auch die Fähigkeit anzuerkennen wenn man verloren hat. Sie haben sich und ihre ,,Crew“ dem CCC aufdrängen wollen, letztlich ging es für Sie auch um eine Art geldwerten Vorteil dabei, so oder so, und sind abgeblitzt.
    Auf die schlichte Beschreibung ,,Eure so genannte “Awareness-Arbeit” interessiert niemanden.“ reagieren Sie bloß patzig. Schade.

    1. Birgit Rydlewski Beitragsautor

      Für mich (und ich schätze auch für meine Freunde) geht es dabei nicht um „gewinnen“ oder verlieren. Es ging für alle Beteiligten darum, den Congress besser zu machen. Es ist schade, dass dies in den Diskussionen jetzt so untergeht.

      Was allerdings echt ätzend ist: Oft geht es für Menschen, die sich in diesen Bereichen engagieren, irgendwann darum, dass sie sich schützen müssen, weil sie derart angegriffen werden, dass es nicht mehr erträglich ist. Das ist der wirklich traurige Teil an Aktionen im Bereich Feminismus. Die Gegenwehr zeigt aber, wie wichtig es ist.

      Ich fände es schön, wenn Kommunikation auch bei den Themen ohne Drohungen etc. per Mail und in Blogs auskommen würde. Da bin ich wohl noch sehr naiv….

      1. gelegentlich

        ,,Es ging für alle Beteiligten darum, den Congress besser zu machen. Es ist schade, dass dies in den Diskussionen jetzt so untergeht.“
        Warum überlassen Sie das nicht dem Veranstalter, sondern kommen mit diesem unsäglichen ,,Stilmittel“ creeper card? Und Sie selbst führen die Diskussion ja mit Absicht so, dass genau das untergeht: eine Gruppe, um die sich zurecht Niemand kümmert, schafft es nicht den Kongress zu hijacken. Und jault dann…

        ,,…, weil sie derart angegriffen werden, dass es nicht mehr erträglich ist. “
        Bleiben wir doch bitte konkret, bleiben wir bei diesem Fall.
        Das bezieht sich konkret auf die Frau, die unter dem Nickname lotterleben getwittert hat. Die sagt, sie sei nicht angegriffen, aber ,,bedrängt“ worden. Sie hat aber ,,vergessen“ zu beschreiben, zu benennen, worin denn dieses Bedrängen bestanden haben soll. D.h. heiße Luft, ein nicht substantiierter Vorwurf. Extrem unfair, weil sich dagegen Niemand wehren kann. Man muss sich die Mühe machen um dann im Netz heraus zu finden, dass von dieser Person überwiegend nur heiße Luft (,,rants“, also dem Rülpsen ähnliche emotionale Bekundungen) kamen – dann hat man sich sein Bild gemacht. Zugunsten der Veranstalter des Kongresses, die Sie nicht dabei haben wollten bei der Vorbereitung.

        1. Birgit Rydlewski Beitragsautor

          Wie oben gesagt: Wir haben im Rahmen der Open Mind gute Erfahrungen mit den Karten gemacht. Dass es beim Congress nicht funktioniert hat, lag an mehreren Faktoren (zum Beispiel der fehlenden Anbindung an das Awareness-Team etc.) Man muss zudem die Formulierung überdenken.

          Und zumindest ist eine breite, wenn auch teilweise schmerzhafte, Diskussion entstanden, von der ich nicht weiß, ob sie ohne die Karten in dieser Intensität überhaupt geführt worden wäre.

          Ich finde sinnvoll, jetzt darauf zu gucken, wie man langfristig etwas für die Atmosphäre von Congress und weiteren Veranstaltungen tun kann, so wie zum Beispiel Helga das in ihrem Blogpost versucht.

          1. gelegentlich

            Ein konstruktiver Vorschlag: die Existenz eines Awareness-Teams unübersehbar deutlich auf die Einladung zu einer Veranstaltung schreiben. Das ist nämlich für Viele, die sich für diese Art von ,,Awareness“ überhaupt nicht interessieren, warum auch, ein gern aufgenommener Tip um diese Veranstaltung zu knicken. Wer bezahlt schon für einen Film, der er ganz sicher nicht sehen will?

          2. Birgit Rydlewski Beitragsautor

            Mir scheint, wir haben da eine unterschiedliche Vorstellung von „konstruktiv“.

            Aber einen Versuch mache ich noch: Wieso könnte sich jemand an der Existenz eines Awareness-Teams stören? Wenn „be excellent to each other“ eine Bedeutung für alle hat bei einer Veranstaltung (oder gerne auch generell im Leben), dürfte doch jemand, der sich damit identifiziert, gar keine Probleme mit einem Awareness-Team haben.

  19. Pingback: Bleibt alles anders – Vorschläge für den 30C3 « Drop the thought

  20. gelegentlich

    Dass ich mich an der Existenz eines Awareness-Teams störe ist eigentlich eine Unterstellung. Es ist auch nicht der Fall.
    Die Anwesenheit solch eines Teams zeigt mir nur dass ich für diesen Film keine Karte kaufen werde. Mögen die Anhänger dieses, ähm, Konzepts einfach woanders gucken wo sie fmit ihren ,,Qualifikationen“ Geld verdienen können.

  21. Pingback: Nochmal in Ruhe: Was war? – Und woher die Sprengkraft? « HeteroSexismus hacken

  22. matokla

    Hallo Frau Rydlewski,
    ja, auf Ihr „Awareness-Team“ haben wir gerade noch gewartet. Wir „Nerds“ werden von euch Internetausdruckern stereotypisiert und …ja…ausgegrenzt. Also treffen wir uns einmal jährlich, um unter uns zu sein. Wem nicht passt, wie wir da miteinander umgehen, braucht nicht mehr zu kommen, schon gar nicht mit etwas, das er/sie selbst zum Problem aufgeblasen hat, um durch dessen ‚Lösung‘ kompetent zu wirken. Die Pleite mit dem kindischen Kartenspiel braucht jetzt auch nicht mehr schöngeredet zu werden (Allein das grüne „Fleiß-Bildchen“…Herrgott, ich bin ein erwachsener Man…) Das ist keine Frage des Kartenaufdrucks, sondern ein konzeptioneller Fehler, den meine Vorposter schon gezeigt haben.
    Ich finde es ausserdem mehr als dreist, wenn eine der „Flauscheria“-Damen erst eine Befindlichkeitsdebatte lostritt und dann eine erziehungswissendschaftliche „..modulabschliessende…“ Hausarbeit darüber schreibt und veröffentlicht.

    1. Birgit Rydlewski Beitragsautor

      Es war weder „mein“ Awareness-Team, noch bin ich „Internetausdrucker“. Ich empfinde Ihre Wortwahl als ausgrenzend.

      (Beim „Sie“ bin ich geblieben, weil Sie das so begonnen haben. Das empfinde ich sonst eher im Umfeld von Twitter etc. und auch auf diversen Kongressen etc. zumindest als unüblich.)

  23. Pingback: Zivilschein

  24. Pingback: 32C3: Farewell and thanks for all the fish

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.