Ich habe mich geärgert….
Eigentlich war es nichts Bedeutendes. Auf einer lokalen Mailingliste ging es um die Bestellung von T-Shirts. Billig sollten sie vor allem sein.
Ich habe mir erlaubt, zu bemerken, dass wir auch mal nach T-Shirts gucken könnten, die mit fairen Löhnen produziert werden.
Nein. Wir werden nicht gleich die Welt besser machen, aber verdammt nochmal: Wir sollen zumindest hinterfragen, was wir da tun.
Wir schreiben Dinge wie “Teilhabe” und “Gerechtigkeit” in Wahlprogramme, aber was meinen wir damit eigentlich. Wessen Teilhabe?
Die im Landtag könnten ja mal… Jemand könnte mal….
Und letztendlich beginnt Politik nicht da im Landtag, sondern bei jedem Einzelnen von uns, der an ganz vielen Stellen schon hinterfragen kann, wo er eigentlich Macht aus der Hand gibt, die er ausüben kann, als Konsument zum Beispiel. Als Konsument von Fleisch aus Massentierhaltung. Als Konsument von billigen T-Shirts.
Wenn wir nicht nur eine weitere Partei sein wollen, die vor allem ihre eigenen Pfründe schützen will, müssen wir über unseren eigenen beschränkten Tellerrand hinausschauen. Sonst sind wir nämlich nicht besser als die Altparteien, nur auf einen anderen Bereich bezogen.
Nachtrag: Die Diskussion hat sich dann aber zumindest gut entwickelt. Hoffnung besteht, solange wir zumindest immer wieder reflektieren, nachdenken, neu denken.
2 Kommentare
Und? Wie ging es aus? Kommen die T-Shirts jetzt aus Fairtrade oder von trigema?
Ich fürchte, das erfordert noch diverse Diskussionen. Ein Teil der Piraten hat dann halt vor allem billig eingekauft:-(